Pressemitteilungen

Pressemitteilung_Monat der Fotografie OFF

PRESSEMITTEILUNG VOM 6. SEPTEMBER 2014

RADIKAL persönlich. Fotografien von Ann-Christine Jansson mit Zeitdokumenten der Friedlichen Revolution
Eröffnung am 31. Oktober 2014 um 17.00 Uhr, Zionskirche, Zionskirchplatz, 10119 Berlin-Mitte

25 Jahre nach dem Fall der Mauer erinnert die Zionskirche in Berlin-Mitte an ihre politische Geschichte und zeigt vom 31. Oktober bis zum 30. November 2014 die Ausstellung „Radikal persönlich” Fotografien von Ann-Christine Jansson mit Zeitdokumenten der Friedlichen Revolution.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Schwarz-Weiß-Fotografien von Ann-Christine Jansson. Die schwedische Fotojournalistin besuchte in den 1980er Jahren häufig Ost-Berlin, nahm an Treffen und Demonstrationen der ostdeutschen Opposition teil und fotografierte. Jansson kam in Kontakt mit den Akteuren der Umwelt-Bibliothek, die in den Kellern der Zionskirchgemeinde einen Widerstandsraum fanden und von dort systemkritische Schriften wie

die Umweltblätter im ganzen Land verteilten. Ihre Fotos machen Menschen sichtbar, die sich einem totalitären System widersetzten. Begleitend zu den Fotografien zeigt die Ausstellung Objekte und Dokumente der Friedlichen

Revolution: eine Druckmaschine, private Aufnahmen, Briefe und Gedächtnisprotokolle, Auszüge aus Stasi-Unterlagen und Berichte westlicher Medien. So spiegelt die Ausstellung die Ereignisse vom Beginn der 1980er Jahre bis nach dem Fall der Mauer am 9. November 1989 wider. Sie soll nicht nur Erinnerungen bei jenen wecken, die in dieser Zeit groß geworden sind, sondern auch der nachgeborenen Generation eine Vorstellung davon vermitteln, was es bedeutete, in einem Überwachungsstaat zu leben.

Ann-Christine Jansson, geboren in Schweden, lebt in Berlin und arbeitet seit 1980 als freiberufliche Fotojournalistin sowohl für internationale Zeitungen und Magazine als auch für diverse deutsche Magazine wie u.a. “Stern”, “Die Zeit” und “Der Spiegel”. Ferner Bildredakteurin bei “Svenska Dagbladet”, Schweden und “taz.die tageszeitung”, Berlin. Lehrtätigkeit in Fotografie am “Photocentrum am Wassertor”. Abgeschlossenes Studium der Kunstgeschichte, Pädagogik und Soziologie an der Universität Stockholm.

Öffnungszeiten

Die Ausstellung ist vom 31. Oktober bis 30. November 2014 zu Zeiten der Offenen Kirche auf der Empore zu sehen:
Di 15–17 Uhr
Mi – Sa 14–19 Uhr,
So 11–17 Uhr. (nicht barrierefrei)

„Radikal persönlich“ ist eine Ausstellung der Evangelischen Kirchengemeinde am Weinberg in Kooperation mit der Robert-Havemann-Gesellschaft e.V., unterstützt durch den Berliner Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen und die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Pressefotos zum Download finden Sie unter:

https://www.dropbox.com/sh/0o31519ltxj8rdc/AAChA7xqOn8DzW78_4byJph9a?dl=0

Pressekontakt:

Gemeinde am Weinberg
Katharina Pfuhl
pfuhl[at]gemeinde-am-weinberg.de
Griebenowstr. 16 10435 Berlin
Tel.: 030 / 449 21 91
www.widerstandsraeume.de

Robert-Havemann-Gesellschaft
Frank Ebert
frank.ebert[at]havemann-gesellschaft.de
Schliemannstr. 23 10437 Berlin
Tel.: 030 / 447 108-20
Fax: 030 / 447 108-19
www.havemann-gesellschaft.de

 

PRESSEMITTEILUNG ERZÄHLSALON VOM 5. MAI 2014

Erzählsalon: „Jede Stimme zählt anders. Wie war das mit dem Wahlbetrug vom 7. Mai 1989?“

Berlin, 5. Mai 2014 – Freie Wahlen gab es in der DDR nicht, der Wahlakt bestand lediglich aus der Zustimmung zu einer sogenannten Einheitsliste. Immer wieder kam in der Bevölkerung der Verdacht der Wahlfälschung auf. Bei den Kommunalwahlen in der DDR am 7. Mai 1989 kontrollierten Oppositionelle in vielen Orten des Landes die Stimmauszählung und konnten erstmals belegen, dass die offiziell verkündeten Wahlergebnisse manipuliert waren.

Freie und demokratische Wahlen waren in den darauffolgenden Monaten eine zentrale Forderung der Ostdeutschen. Um diese Forderung zu unterstreichen, fanden in Ost-Berlin an jedem 7. eines Monats Demonstrationen statt.

Die Erzählsalonreihe „An jedem 7. eines Monats“ widmet sich diesem Schlüsselereignis der Friedlichen Revolution. Von Mai bis Oktober öffnet die Gemeinde am Weinberg die Türen zu besonderen Stätten der Friedlichen Revolution in Berlin. In moderierten Gesprächen mit Zeitzeugen werden an den Originalschauplätzen verschiedene Formen des Widerstands und die Rolle der Evangelischen Kirche thematisiert.

Die vollständige Pressemitteilung Erzählsalon als PDF

PRESSEMITTEILUNG VOM 13. März 2014

Margot KäßmannThemenjahr „Hier stehe ich“ an der Berliner Zionskirche
Gemeinde plant umfassendes Veranstaltungsprogramm zu 25 Jahre Friedliche Revolution – Sonder-Veranstaltungsreihe „Widerstandsräume“ mit Zeitzeugengespräche, Führungen und Ausstellungen – Eröffnung am 6. April mit Margot Käßmann und Stephan Krawczyk
Berlin – Um das Thema Widerstand und die eigene Haltung dazu geht es beim Themenjahr „Hier stehe ich“ in der Zionskirche, Berlin Mitte. Die Evangelische Kirchengemeinde am Weinberg in Berlin Mitte, zu der die Zionskirche gehört, setzt sich in Gottesdiensten und Ausstellungen, Erzählcafés und Konzerten mit dem Gedenken an 25 Jahre Friedliche Revolution auseinander. Außerdem fragt die Sonder-Veranstaltungsreihe „Widerstandsräume“ in Zeitzeugengesprächen nach der Revolution unter dem Dach der Kirche in der DDR. Den Auftakt des Themenjahrs macht am 6. April um 10 Uhr ein Gottesdienst mit Dr. Margot Käßmann. Im Anschluss wird die Ausstellung „Gesichter der Friedlichen Revolution“ des Fotografen Dirk Vogel mit musikalischer Begleitung durch den Liedermacher Stephan Krawczyk eröffnet. Schirmherr des Themenjahres ist Dr. Dietmar Woidke, Ministerpräsident des Landes Brandenburg. Er hatte in den 1980er Jahren als engagiertes Mitglied der benachbarten Evangelischen Studierendengemeinde auch Kontakt zur Umwelt-Bibliothek.

Die vollständige Pressemitteilung vom März 2014 zum Herunterladen

Predigt zum Eröffnungsgottesdienst von Margot Käßmann

Worte zur Ausstellungseröffnung “Gesichter der Friedlichen Revolution” von Prof. Paul Nolte

Rede von Dr. Dietmar Woidke, Ministerpräsident des Landes Brandenburg