Ausstellungseröffnung “Radikal persönlich”

Eine geradezu festliche Stimmung herrscht in der Zionskirche am Abend des Reformationstags 2014. Viele sind gekommen, um die Ausstellung „Radikal persönlich. Zeitdokumente der Friedlichen Revolution“ der Fotografin und Grenzgängerin Ann-Christine Jansson zu sehen.
Man kann sich im Fluss der zahlreich Erschienenen förmlich von Bild zu Bild, von Objekt zu Objekt treiben lassen. Neben den Fotografien, die Momentaufnahmen einer vergangenen Zeit dokumentieren, zeugen unter anderem auch technische Relikte, wie das Vervielfältigungsgerät der Firma Japy, vom Mut und Kampfgeist der Oppositionellen.
Die Ausstellung zeigt sehr eindrücklich, wie sich der Widerstand im Untergrund organisierte und zeichnet ein feinfühliges Bild der Lage Deutschlands auf beiden Seiten der Mauer, vor und nach der Wende. Warnfried Altmann begleitet die Veranstaltung auf dem Saxophon mit einer expressiven Dekonstruktion von „Auferstanden aus Ruinen“. Darin lässt er Zerfall und Untergang hörbar, und dank der besondere Akustik in der Kirche, fühlbar werden.

Anschließend sprechen Ulrike Poppe, Bischof Dr. Markus Dröge und die Künstlerin selbst kommt zu Wort. Pünktlich um 18 Uhr läuten die Glocken und bitten die sich auf der Empore versammelten Besucher hinunter zum Festgottesdienst.

Julia Jennek

Foto: Vera Rüttimann Foto: Vera Rüttimann Foto: Vera Rüttimann Foto: Vera Rüttimann Foto: Vera Rüttimann Foto: Vera Rüttimann Foto: Vera Rüttimann Foto: Vera Rüttimann Foto: Vera Rüttimann Foto: Vera Rüttimann